7 Pilatesprinzipien für mehr Tiefenwirkung

Die Pilates-Prinzipien wurden erst im Laufe der Jahre entwickelt, als sich zunehmend mehr Anhänger seiner Methode mit der positiven Wirkung seiner Übungen auseinander gesetzt haben. Unterschiedliche Schulen vermitteln somit zum Teil unterschiedlich lautende Prinzipien, die dennoch allesamt auf eine größere Tiefenwirkung abzielen. Diese Tiefenwirkung macht die Pilatesmethode letztendlich so effektiv und erfolgreich!
In diesem Artikel sind die Prinzipien von PilatesBodymotion beschrieben. Unsere KursleiterInnen haben Ihre Pilatesausbildungen in unterschiedlichen anerkannten Schulen (Bodymotion, Polestar, Basi) absolviert, sodass jede auf Ihre Weise in ihren Pilateseinheiten diese Prinzipien für eine größere Tiefenwirkung einsetzen, um die Qualität der einzelnen Pilatesübungen stetig zu steigern.

 

  1. Atmung: Die Atmung ist Bindeglied zwischen Körper und Seele. Der Atem braucht Raum und findet diesen im Brustkorb. Wenn sich die Lungen mit Luft vollsaugen, geschieht dies durch die Bewegung des Zwerchfells, dem Atemmuskel, der den Brustraum vom Bauchraum trennt. Das Zwerchfell zieht nach unten Richtung Becken, beim Ausatmen, schwingt das Zwerchfell wieder nach oben, sodass die Luft wieder aus den Lungen gepresst wird.
  2. Gewichtsverlagerung und AlignmentMit Alignment ist eine "gute Haltung" gemeint. Im besten Fall ist es eine aufgerichtete, aber flexible Haltung, sodass die Wirbelsäule und andere Gelenke in einem ausgewogenen Verhältnis von Druck und Entlastung aufrecht gehalten werden können. Verändert man die Position im Raum, sollten sämtliche Gelenke ohne zusätzliche Belastung bewegt werden. Das geschieht durch eine bewußt ausgeführte Gewichtsverlagerung, um den Körper jeweils über die Unterstützungsfläche (Kontaktfläche zum Boden) zu bringen.
  3. Zentrierung: Im Zentrum des Körpers findet eine ständige Stabilisierung statt, indem Beckenboden und tiefe Bauchmuskeln aktiviert werden. So wird nicht nur die Lendenwirbelsäule stabilisiert sonder der Unterkörper wird in der Bewegung mit dem Oberkörper verbunden. 
  4. Lockerheit und Entspannung: Eine zu große Spannung im Muskeln führt zu schneller Ermüdung und erschwert fein abgestimmte Bewegungen. Entspannte Muskeln und lockere (aber dennoch stabile) Gelenke sind vielmehr eine Voraussetzung für ökonomische Bewegung und ermöglichen viel leichter einen kraftvollen und gleichzeitig geschmeidigen Körper zu entwickeln.
  5. Schultergürtelorganistion: Zu dem Schultergürtel gehört nicht nur das eigentliche Schultergelenk, sondern auch die Schulterblätter, die Schlüsselbeine und die Brustwirbelsäule. Diese knöchernen Strukturen müssen wohl abgestimmt bei jeder Bewegung miteinander agieren. Sowohl bei Belastung im Stütz, als auch bei freien Armbewegungen ist eine aufgerichtete Brustwirbelsäule die Basis für frei bewegliche Arme.
  6. Bewegungslänge und -weite: Sowohl die axiale Länge der Wirbelsäule, zwischen Scheitel und Steißbein, als auch die Weite im Rumpf, mit Schulter- und Beckengürtel, sind die Grundlage für strukturierte Bewegungen. Betont man die Weite in einer Bewegung richtet sich die knöcherne Struktur entsprechend der geringsten Gelenkbelastung aus und fördert ein Gleichgewicht der Muskeln, Sehnen und Bänder.
  7. Gelenkartikulation: Die Wirbelsäule als tragende Säule mit Ihren 24 Wirbelkörpern, hat eine enorme Beweglichkeit, die im Zusammenspiel komplexe Bewegungen des ganzen Körpers entstehen lassen. Ausbalancierte Muskeln, sowohl auf der Oberfläche, als auch in der Tiefe, ermöglichen geschmeidige Bewegungen jedes einzelnen Wirbelkörpers und der Wirbelsäule als Ganzes. Ebenso funktionieren alle anderen Gelenke im Körper effizient, wenn sowohl das einzelne Gelenk als auch komplexe Bewegungen angesteuert werden. 

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